Das Mühlviertel

 

„slow down“: Besuche doch das Mühlviertel für einen Kurzurlaub. Der ist gut für Seele, Geist und Körper… und lässt Zeit zum Atemholen und Innehalten. Hier im Mühlviertel entdeckst du Gemütlichkeit, Gastfreundschaft und eine unspektakuläre Schönheit der Landschaft. Anregungen dazu findest du auf https://www.muehlviertel.at/

Wie wäre es zum Beispiel mit einer grenzüberschreitenden Radtour nach Tschechien? siehe Witiko Radtour h i e r

Oder einer Nächtigung/Auszeit im wunderschönen Mühltalhof? … Zu einem besonderen Anlass?

Weitere „Einfach raus“ –  Tipps findest du hier.

Das Mühlviertel ist ein kleiner Landteil im Norden Oberösterreichs. Es liegt nördlich der Donau, südlich des Böhmerwaldes und wird von der Großen, Kleinen und Steinernen Mühl und vielen kleinen murmelnden Bächen durchzogen.  Wiesen, Felder und Wälder wechseln sich ab.

In den oberen Gegenden formen noch Streifen-, und Flurbewirtschaftung, Hecken und Wiesenstreifen bunte „Fleckerlteppiche“. In manchen Gegenden gibt es Sonderkulturen wie Hopfen, Ölsaaten und seit neuestem Kräuterseitlinge.

Nachbarländer sind Deutschland und Tschechien. Nach Passau und Krummau fahren wir nicht ganz eine Stunde; nach Linz ebenso.

Die Winter waren früher sehr streng;

heute sind sie teilweise nur mehr kalt, – außerhalb der großen Häuser und großen Autos.

Dass die Gegend und die Witterung oftmals das Äußerste von den Bewohnern forderte, scheint längst vorbei zu sein. Manchmal gibt es noch viel Schnee; manchmal blühen aber auch zu Weihnachten die Schneeglöckerl, in sonnigen Lagen vor dem Haus.

Am Hochficht gibt es jedoch immer genug Schnee zum Skifahren und manchmal sogar beim Schilift in Arnreit.

#lagom auf mühlviertlerisch: Gemütlich ist es in den Häusern des Mühlviertels:

Sofas, Wolldecken und kuschelige Pölster machen die langen Winter erträglich. Abends mit einer dampfenden Tasse Kräutertee in den Händen, wird ein langsameres Lebenstempo als zu den anderen Jahreszeiten gefahren. Gerne auch bei einem Kachelofen oder bei einem offenen Kaminfeuer sitzend.

Eine wunderbare Winterspeise (oder auch „Slow Food“) sind Leinölerdäpfel. Eine wohlschmeckende, stimmungsaufhellende Mahlzeit, die satt macht und Kraft gibt, z.B. fürs Langlaufen

Leinölerdäpfel schmecken das ganze Jahr_auch im Frühling mit Spargel

Im Sommer sind die Mühlviertler viel außer Haus:

im Garten, als Landwirte und „Kleinhäusler“ am eigenen Acker; … zumindest jedoch auf der Terrasse oder im Hof.

Sonnige Badenachmittage sind herrlich!

Die Mühlviertler sind hart im Nehmen: Geschwommen wird meist in freien Gewässern. Z.B. in der Großen Mühl oder in kleinen Steinbruchseen, wie die „Resilacke„. – Auch wenn die Wassertemperatur nur um die 20°C liegt. Wunderbar ist auch das Kanufahren (und Jausnen) in der Teufelmühle an der Großen Mühl. Da glaubst du, du bist irgendwo in der Wildnis. So ruhig ist es dort. Nur ab und zu pfeifft die Mühlkreisbahn an dir vorbei. Oder der Fischotter.

Der Frühling im Mühlviertel ist gemäßigt. Die Sommer sind manchmal heiß, manchmal aber auch verregnet. Der Herbst erscheint in prächtigen Farben, oder versinkt im Nebel. Mein Papa pflegt zu sagen:

der Nebel geht im Herbst von der Wulda (Moldau) zur Donau ins Trinken und dann wieder zurück.

Das heißt, Hoch- und Dunstnebel wechseln sich ab; wer dazwischen wohnt, kann Pech, heißt: wenig Sicht, haben.

Die mühlviertler Böden sind karg, und waren früher noch nicht so verdichtet von den großen Traktoren, die jetzt über unsere Felder und Äcker brettern. – Und die vom Optischen vielmehr auf die weiten Felder des Eferdinger Becken passen würden, als auf die klein strukturierten Felder und Wiesen des Mühlviertels.

 

Der Hopfen mag diesen kargen Boden. Er wächst und gedeiht. Und mit ihm kleine Brauereien mit besonderen Bieren. Doch davon erzähle ich dir ein anderes Mal, – von der Gemütlichkeit des Biertrinkens … 🙂

PS: Oder du schaust im Biergasthaus Schiffner schon mal vorbei, da erfährst du beim Bierkulinarium alles Wissenswerte über das Bier?!